Christian Calderone

Für Sie im Landtag!


Bersenbrücker Oberschule schwört auf Insel-Lernen

Bersenbrück I Bersenbrücker Kreisblatt vom 15. Dezember 2017

Seit 2015 gibt es an der von-Ravensberg-Schule in den Fächern Mathematik, Deutsch und Englisch „Insel-Unterricht“. Insel steht für individuelles und selbstverantwortliches Lernen.

Insel-Lernen an der von-Ravensberg-Schule Bersenbrück machte Johannes Koop, Horst Baier und Christian Calderone neugierig (Mitte, von links).

Insel-Lernen an der von-Ravensberg-Schule Bersenbrück machte Johannes Koop, Horst Baier und Christian Calderone neugierig (Mitte, von links).

Wie funktioniert das, wollte Christian Calderone wissen, CDU-Mitglied im niedersächsischen Landtag. Der Schulelternrat organisierte einen Besuch, an dem auch Horst Baier teilnahm, Bürgermeister der Samtgemeinde Bersenbrück, und Johannes Koop, Bersenbrücker Vizebürgermeister und CDU-Kreistagsabgeordneter.

Insel-Unterricht konnten die Besucher hautnah erleben. Nach Auswahl des eigenen Lernstoffs folgt konzentrierte Stillarbeit, die sogenannte „Ich-Phase“, in der sich die Kinder mit ihrem Material beschäftigen. Im Basisteil finden die Kinder Aufgaben zur Aneignung des Lernstoffs und zum Testen, wie gut sie sind. Anschließend können sie ihr Leistungsvermögen Schritt für Schritt steigern.

In der anschließenden „Du-Phase“ dürfen sich die Kinder zusammenschließen und Hilfe beim Nachbarn oder Lehrer einholen. Zum Schluss tragen die Kinder ihren Arbeitsfortschritt in das „Logbuch“, in das auch die Eltern Einblick haben.

Hier können Sie weiterlesen …

Pressestatement zur Diskussion um die Zukunft des § 219a StGB

Hannover I Pressemitteilung der CDU-Landtagsfraktion Niedersachsen vom 14. Dezember 2017

„Der §219a StGB stellt ausdrücklich Werbung für Schwangerschaftsabbrüche unter Strafe, die öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften des eigenen Vermögensvorteils wegen oder in grob anstößiger Weise erfolgt. Niemand soll aus der Not von Frauen, die sich unzweifelhaft in einer persönlichen Ausnahmesituation befinden, Profit schlagen können – genau das will unsere Rechtsordnung erreichen. Selbstverständlich wird die CDU-Fraktion die Anträge von FDP und Grünen zur Abschaffung des §219a StGB sorgfältig beraten und prüfen. Einer Novellierung des §219a StGB stehen wir dann positiv gegenüber, wenn es ausschließlich um die Vermittlung von Informationen geht, nicht aber um anpreisende Werbung. Für uns muss aber immer der Schutz der Frauen im Vordergrund stehen – nicht der Schutz derer, die mit Schwangerschaftsabbrüchen politisch oder monetär Geschäfte machen wollen.“

Pressestatement zur Sicherheit an Gerichten in Niedersachsen

Hannover I Pressemitteilung der CDU-Landtagsfraktion Niedersachen vom 13. Dezember 2017

Angesichts einer wachsenden Zahl von Übergriffen auf Bedienstete der niedersächsischen Rechtspflege hat die Koalition von CDU und SPD die Landesregierung aufgefordert, ein Sicherheitskonzept für Gerichte und Staatsanwaltschaften zu entwickeln. Hierbei sollen insbesondere neue Bedrohungslagen berücksichtigt werden. Der rechtspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Christian Calderone, sieht das Land als Dienstherr in einer besonderen Verantwortung: „Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landes haben das Recht, ihrer Arbeit ungestört nachgehen zu können und sich dabei ihrer körperlichen Unversehrtheit sicher zu sein.“

In dem heute in erster Beratung auf den Weg gebrachten Entschließungsantrag planen CDU und SPD unter anderem, in der Regel tägliche Sicherheitskontrollen an Gerichten und Staatsanwaltschaften durchzuführen sowie bereits ergriffene Schulungsmaßnahmen auszuweiten. Die hierfür erforderliche Sach- und Personalausstattung soll bereitgestellt werden. Calderone: „Sichere Gerichte sind für eine starke und handlungsfähige Justiz unverzichtbar. Sowohl die dort Beschäftigten als auch die Rechtsuchenden müssen die Gewissheit haben, dass sie an niedersächsischen Gerichten sicher vor körperlicher Gewalt sind. Mit unserem Entschließungsantrag setzen wir die ersten Vereinbarungen des Koalitionsvertrages um.“

Quakenbrücker äußern Unmut über Verkehrssituation

Quakenbrück I Bersenbrücker Kreisblatt vom 12. Dezember 2017

Rücksichtslose und zu schnelle Autofahrer, gefährdete Radler und Kritik am Lkw-Durchgangsverkehr – wieder einmal hat die Verkehrssituation in der Burgmannstadt im Rat für Diskussionen gesorgt. Die Stadtverwaltung nahm die Kritik der Bürger ernst – und bat um Geduld.

Anwohner der Friedrich-Ebert-Straße und der Wilhelmstraße haben in der jüngsten Stadtratssitzung deutlich ihren Unmut über die Verkehrssituation geäußert. In der Bürgerfragestunde gleich zu Beginn sahen sich Rat und Verwaltung mit einer langen Liste an Kritikpunkten konfrontiert.

Friedrich-Ebert-Straße: Die Anlieger wollten das rücksichtslose und schnelle Fahren von Kraftfahrzeugen aller Art nicht länger hinnehmen, sagte ein Anwohner. Statt mit Tempo 50 brausten Autos mit 70 km/h durch die Innenstadt und stellten damit für Radfahrer und Fußgänger eine Gefahr dar. Das Ein- und Ausfahren von den Grundstücken sei risikoreich geworden, weil viele Radfahrer aus Sicherheitsgründen auf dem Bürgersteig führen anstatt auf der Straße. Das sei auch auf der aufwendig sanierten Wilhelmstraße der Fall, „die für Radfahrer keinerlei Besserung gebracht hat“, sagte er. „Die angedeutete Radfahrspur hört vor dem Kreisel auf: Ein Witz!“ Wer seine Sicherheit nicht gefährden wolle, benutze den Bürgersteig. „Wie will die Verwaltung das Problem lösen auch mit Blick auf das Markenzeichen ‚Radfahrstadt‘?“, fragte der Mann.

Wilhelmstraße: Kritik regte sich an der Größe des Kreisverkehrs auf der Wilhelmstraße. Für Radler sei dieser schlicht zu eng, weshalb viele auf den Bürgersteig auswichen, berichtete ein Einwohner. „Autofahrer nehmen sich die Rechte, die sie kriegen können.“ Auf die laut Straßenverkehrsordnung verlangte gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr wolle er sich als Radler nicht verlassen.

Ein Anwohner der Wilhelmstraße stellte fest, dass noch nicht alle bei der Sanierung gemachten Zusagen erfüllt worden seien. „Es stehen noch Nacharbeiten aus, es fehlen zum Beispiel Zebrastreifen“, monierte er. Die Anlieger müssten also für etwas zahlen, „was Sie uns versprochen haben, aber bisher nicht eingetreten ist“. Als einen Grund, weshalb auch Radler in der Wilhelmstraße lieber den Bürgersteig nutzten als die auf der Fahrbahn abmarkierte Fahrradspur, hatte er den Lkw-Durchgangsverkehr ausgemacht. „Der zwingt Radler doch auf den Fußweg“. Auch Schulbusse nutzten die Wilhelmstraße, „obwohl sie auch die Südumgehung nutzen könnten“, ergänzte eine Anwohnerin. Dass das aber möglich sei, habe sich 2016 während der Bauarbeiten gezeigt.

Schulstraße: Hier wollte ein Anwohner wissen, wann mit der Einrichtung von Tempo 30 zu rechnen sei. Davon sei doch bereits im Juni die Rede gewesen.

Das sagt die Verwaltung: Stadtdirektor Claus Peter Poppe nahm zu den Vorwürfen Stellung. Die gleichberechtigte Nutzung einer Straße durch Kfz-Verkehr und Radlern solle eigentlich der gegenseitigen Rücksichtnahme dienen. Radler auf dem Bürgersteig seien nicht verkehrsgerecht, „das dient auch nicht der gewünschten Verlangsamung“, so Poppe. „Dass alle die gleichen Rechte haben, ist schön und idealistisch. Die Realität sieht aber anders aus“, widersprach ihm sofort ein Bürger. Poppe sagte zu, alle genannten Themen erneut zu prüfen. Die Herausnahme des Schwerlast-Durchgangsverkehrs sei ein Bestandteil des in Auftrag gegeben Verkehrsentwicklungskonzeptes, dessen Endfassung in Kürze erwartet werde. Die Zebrastreifen auf der Wilhelmstraße seien wegen der Witterung bisher nicht aufgebracht worden. „Der Auftrag ist aber erteilt“, berichtete er. Gleiches gelte für Tempo 30 auf der Schulstraße. Hier habe es Mitte November eine Verkehrsschau gegeben, die Umsetzung werde erfolgen, so der Stadtdirektor. Einen Termin nannte er aber nicht.

Das sagt der Stadtrat: Unzufrieden mit der bisherigen Umsetzung des Verkehrsentwicklungskonzeptes zeigte sich die CDU-Fraktion. „Ich kann den Unmut der Bürger verstehen. Den müssen wir uns gefallen lassen“, sagte Fraktionschef Christian Calderone. Viele der im Verkehrskonzept aufgelisteten kurzfristigen Maßnahmen seien bisher nicht umgesetzt worden, „obwohl Geld im Etat bereitsteht“. Im Interesse der Sicherheit forderte er ein schnelles Handeln.

Hier können Sie weiterlesen …

Freunde roter Schätze: „Besuch beim Feuerwehr-Oldtimer-Club Fürstenau!“

Fürstenau I Bersenbrücker Kreisblatt vom 12. Dezember 2017

Der Feuerwehr-Oldtimer Club Fürstenau findet Anerkennung. Jetzt erhielt der Verein 8471,24 Euro von der Stiftung der Volks- und Raiffeisenbanken sowie die Volksbank Osnabrücker Nordland mit Sitz in Fürstenau. Zu Gast war zudem der Landtagsabgeordnete Christian Calderone.

Im Gespräch: Ulrich Heyer, Christian Calderone, Stefan Dress, Volker Hopster und Friedhelm Spree.

Im Gespräch: Ulrich Heyer, Christian Calderone, Stefan Dress, Volker Hopster und Friedhelm Spree.

„Der Oldtimer-Club hat sich zum Ziel gesetzt, die Entwicklung des feuerwehrhistorischen Wessens zu dokumentieren und zu präsentieren. Neben den notwendigen Anschaffungen historischer Maschinen und Fahrzeuge liegt ein besonderer Fokus auf der Information von Kindern und Jugendlichen. So hat der Verein Kooperationsverträge mit weiterführenden Schulen in den Landkreisen Emsland und Osnabrück geschlossen. Ziel sei es natürlich auch, Kinder für die aktive Mitarbeit in den freiwilligen Feuerwehren zu begeistern, so der Verein.

Nun ist dem Oldtimer-Club ein hochwertig restauriertes Fahrzeug zum Restaurierungspreis angeboten worden, das nun mit den Mitteln der VR-Stiftung und der Volksbank Osnabrücker Nordland angeschafft werden kann. Bei dem Fahrzeug handelt es sich um ein Unikat, ein Löschgruppenfahrzeug Robur Garant/Granit. Nach Auskunft des Vereins gibt es speziell diesen Lkw-Typ der ostdeutschen VEB Robur-Werke Zittau, der ehemals bei Fürstenaus Partnerfeuerwehr Borgsdorf stationiert war, so nicht noch einmal.

Den Spendenscheck überreichten nun Volksbank-Vorstand Herbert Niemann sowie Volksbank-Mitarbeiter Martin Budde in der Ausstellungshalle. Die beiden waren beeindruckt von der in gut zwei Jahren geleisteten Arbeit des Vereins, der nunmehr insgesamt 23 Feuerwehrfahrzeuge einschließlich der entsprechenden Anhängeleitern, Tragkraftspritzenanhänger sowie weiterer Arbeitsgeräte präsentiert. Der Vorsitzende Ulrich Heyer dankte im Gegenzug für die Zuwendung und führte die Gäste zusammen mit Schirrmeister Volker Hopster und Hallenwart Dieter Upmann durch die Ausstellung.

Angetan von der Vereinsarbeit war auch der Landtagsabgeordnete Christian Calderone aus Quakenbrück. Auf Einladung des aktiven Mitglieds Stefan Dress nahm er sich einen Nachmittag Zeit, die Exponate in Augenschein zu nehmen.

Christian Calderone, selbst Liebhaber alter Fahrzeuge und Besitzer eines historischen VW-Käfers, wurde von Bürgermeister Herbert Gans und Friedhelm Spree sowie Mitarbeiterin Anita Lennartz begleitet. Der Vereinsvorsitzende Ulrich Heyer hieß den Gast willkommen und berichtete über die Entstehung des Vereins. Weiterhin ging er auf die vom Verein genutzte ehemalige Mehrzweckhalle der Bundeswehr ein. Diese darf der Verein im Rahmen einer Kooperation mit dem Freizeit- und Ferienpark Fürsten Forest nutzen. Die Realisierung eines Museums aber werde nicht mehr angestrebt, hieß es weiter.

Sodann stellten Schirrmeister Volker Hopster und Hallenwart Dieter Upmann sowie Manfred Schölzel dem Gast die Fahrzeuge vor, die vormals unter anderem in Haselünne, Vechtel, Kayna und Borgsdorf stationiert waren.

Nach dem Eintrag in das Gästebuch des Vereins nutzte der Abgeordnete die Möglichkeit, auf dem Gelände des Fürsten Forest einige Runden mit einem Löschgruppenfahrzeug zu drehen.

CDU-Dissen diskutierte die Bundes- und Landtagswahlergebnisse

Dissen a.T.W. I Pressemitteilung der CDU-Dissen a.T.w. vom 05. Dezember 2017

Neben Ehrungen verdienter Mitglieder der CDU-Dissen standen die unbefriedigenden Wahlergebnisse der CDU bei den Bundes- und Landtagswahlen im Mittelpunkt der sehr gut besuchten Mitgliederversammlung der CDU Dissen. Zu Gast waren der CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordneter Christian Calderone sowie sein Vertreter im Kreisvorstand und Bundestagsabgeordneter André Berghegger.

Zu Beginn stellte Stadtverbandsvorsitzender Heiner Prell zufrieden fest, dass die CDU-Wahlergebnisse in der Stadt  Dissen eigentlich die Ergebnisse auf Bundes- bzw. Landesebene hätten sein müssen. Das wäre dann auf allen Ebenen sicherlich ein Grund zum Jubeln gewesen. Prell führte jedoch aus, dass die unbefriedigenden Wahlergebnisse der CDU hausgemacht gewesen seien und kritisierte die Wahlkampfstrategien sowohl der Bundes- wie auch der Landes-CDU deutlich.

CDU-Kreisvorsitzender Christian Calderone betonte die Bedeutung von funktionierenden Meinungsbildungsprozessen und Kritikfähigkeit in der Politik. Alle europäischen Parteien mit christlichem Fundament in Europa seien mittlerweile bedeutungslos, bis auf die CDU, was stark an Angela Merkel liege. Verschiedene Sätze der Parteispitzen zur Wahl hätten allerdings großes Unverständnis an der Basis ausgelöst. Nach den Wahlniederlagen fühlten sich viele aktive Parteimitglieder durch Formulierungen wie „Das Wahlergebnis hat natürlich auch enttäuscht, aber unsere strategischen Ziele haben wir erreicht“ und „Ich kann nicht erkennen, was wir jetzt anders machen müssten“ oder „Ich habe diesen Wahlkampf gut durchdacht“ alleine gelassen und hätten sich deutlich mehr Selbstkritik und Bescheidenheit gewünscht. Calderone führte weiter aus, dass die CDU u.a. die sozialen Fragen bei der der Rente und dem Missbrauch von Leih- und Werksabeitern lösen müsse, aber auch den Staat robuster machen, so dass der Bürger wieder Vertrauen in die Polizei und die Gerichte fasse. Dazu gehöre auch, dass abgelehnte Asylbewerber das Land wirklich verlassen müssten. 

Hier können Sie weiterlesen …

Althusmann bei CDU-Kreisparteitag in Belm selbstkritisch

Belm I Neue Osnabrücker Zeitung vom 02. Dezember 2017

Der CDU-Landeschef und niedersächsische Wirtschaftsminister Bernd Althusmann hat sich bei der Aufarbeitung der Landtagswahlniederlage beim Parteitag des CDU-Kreisverbands Osnabrück-Land am Freitagabend in Belm selbstkritisch gezeigt: „Es stellt sich die Frage, ob wir noch das Ohr am Bürger haben.“

Althusmann konstatierte, dass Politiker in der Käseglocke Berlin oder Hannover dazu neigen, „die Alltagsprobleme der Menschen manchmal aus dem Blick zu verlieren“. Themen wie Vereinbarkeit von Beruf und Familie, flexible Kita-Öffnungszeiten, die sich an die Bedürfnisse der Eltern anpassen, und Pflege im Alter müssten laut Althusmann mehr Bedeutung beigemessen und stärker in den Fokus gerückt werden. So wie er die enttäuschende niedersächsische Landtagswahl nun analysiere, so erwarte er nach dem schlechtesten CDU-Bundestagswahlergebnis seit 1949 als CDU-Landesvorsitzender, „dass es nun auch im Bund zu einer vernünftigen Aufarbeitung der Ergebnisse kommt“. Zuvor hatte bereits der CDU-Kreisvorsitzende Christian Calderone Bundeskanzlerin Angela Merkel dafür kritisiert, dass sie trotz eines Verlusts von mehr als acht Prozent der Stimmen auf ein „Weiter so“ setze. Am Abend der Bundestagswahl habe sie gesagt, sie sehe nicht, was man hätte anders machen können. „Ein wenig Demut wäre da durchaus angebracht gewesen. Es ist auch ein schlechtes Signal, den geplanten Bundesparteitag am 16. Dezember abzusagen.“ Das Scheitern der Jamaika-Sondierungen sei kein Grund, das Delegiertentreffen nicht dennoch einzuberufen, um die Wahl aufzuarbeiten.

Althusmann räumte ein, dass er im Wahlkampf einige Punkte unterschätzt hatte: „Wir dachten, Mutti macht das schon und am Ende können wir uns alle zurücklehnen. Diese Strategie ist nicht aufgegangen.“ Bei der Landtagswahl drei Wochen nach der Bundestagswahl sei der erwartete Rückenwind einfach ausgeblieben. Zudem habe man seinen Bekanntheitsgrad überschätzt. Er betonte: „Die Zeit war für mich als Kandidat zu kurz, um meinen Bekanntheitsgrad zu stärken. Das haben wir alle in der Vorbereitung falsch eingeschätzt.“ Der um drei Monate vorgezogene Wahltermin habe sich als schädlich erwiesen. Der Wechsel von Elke Twesten von den Grünen zur CDU sei „in der medialen Kommunikation höchst problematisch“ gewesen. Der SPD sei es gelungen, „unter dem Stichwort Intrige das Thema gegen uns zu wenden“. Althusmann zeigte sich überzeugt, dass das in Niedersachsen entscheidend Vertrauen gekostet habe.

Am meisten Applaus bekam Althusmann, als er in seiner Rede die CSU kritisierte. Dass CDU und CSU sich kurz vor der Wahl erneut über das Thema Obergrenze für Flüchtlinge gestritten hätten, sei sicherlich nicht förderlich gewesen. „Wir müssen deutlich machen, dass sich das für eine Unionsschwester in so politisch heißen Tagen nicht gehört. Als Landesverband Bayern kann man sich auf Unionskosten nicht so profilieren“, rügte Althusmann. Zudem müsse die Kampagnenfähigkeit der Partei überprüft werden. Althusmann blickte zurück: „Wir hatten nur zwei Leute, die uns über Twitter und Facebook kampagnenfähig machen konnten. Wir müssen zielgerichtete und bessere Antworten geben können.“ Auch die Kreis- und Bezirksgeschäftsstellen müssten sich die Frage stellen, ob sie ausreichend verknüpft und kampagnenfähig sind. Althusmann sieht da „noch viel Luft nach oben. Wir haben verstanden, dass wir uns in einigen Punkten verändern müssen.“

Den CDU-Kreisverband Osnabrück lobte Althusmann wegen der vergleichsweise guten Wahlergebnisse als „die Bastion der CDU in Niedersachsen“. Zudem bekräftigte Althusmann noch einmal, dass er den Ersten Kreisrat Stefan Muhle als zweiten Staatssekretär im Wirtschaftsministerium einsetzen will. Sein künftiger Arbeitsschwerpunkt soll die Erarbeitung und Umsetzung eines Masterplans Digitalisierung für Niedersachsen sein. „Wir sind ein digitales Entwicklungsland.“ Die digitale Infrastruktur sei notwendig, um Wohlstand zu erhalten und Herausforderungen im Bereich Gesundheit wie etwa in der Telemedizin anzupacken. Althusmann will beim Ausbau von Breitband und Mobilfunk „nicht kleckern, sondern klotzen“.

Hier können Sie weiterlesen …

CDU-Mitgliederversammlung bei Böhning in Wimmer

Bad Essen I Pressemitteilung der CDU – Bad Essen vom 24. November 2017

Über 40 Mitglieder waren der Einladung der Bad Essener CDU-Vorsitzenden Ann Bruns zur diesjährigen Mitgliederversammlung ins Gasthaus Böhning im Wimmer gefolgt. Da in diesem Jahr keine Wahlen anstanden, hatten sich die Abgeordneten aus Bund und Land eingefunden, um mit den Mitgliedern die Ergebnisse der Bundestags-und Landtagswahl zu diskutieren.

Referenten und Vorstand der CDU - Bad Essen im Rahmen der Mitgliederversammlung 2017.

Referenten und Vorstand der CDU – Bad Essen im Rahmen der Mitgliederversammlung 2017.

In ihrem Bericht wies die Vorsitzende auf die großen Herausforderungen hin, gleich zwei große Wahlen in diesem Jahr finanziell, personell und organisatorisch zu meistern. Dennoch gab es vor Ort viele Veranstaltungen, wie den Besuch des Spitzenkandidaten Bernd Althusmann im Wittlager Land, den Bürgerstammtisch in Lintorf und zahlreiche Canvassingstände, die dazu führten, dass der Bundestagsabgeordnete Dr. André Berghegger und die Landtagsabgeordnete Gerda Hövel wieder direkt in die Parlamente gewählt wurden. 

André Berghegger berichtete über die neuesten Entwicklungen in Berlin und wies darauf hin, dass bei der letzten Regierung auch schwierige Verhandlungen geführt worden sind. „Das hat damals mit der SPD auch lange gedauert.“  Es sei wichtig, dass jetzt „tragfähige Lösungen“ erarbeitet werden.

Der CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Christian Calderone hielt den Termin der Landtagswahl so kurz nach der Bundestagswahl für ungünstig: „ Wir sind heute in großen Teilen vom allgemeinen Trend abhängig. Das macht die Arbeit vor Ort schwierig.“ Die Gesellschaft sei vielfältiger geworden und mit ihr die verschiedenen Interessen. 

Abschließend bedankte sich auch Gerda Hövel für die große Unterstützung: „Hier in Bad Essen hätten wir nicht mehr machen können!“  Ann Bruns ergänzte: „ Wir können mit den Wahlergebnissen wenn auch nicht glücklich, aber zufrieden sein. Unter der Berücksichtigung einer gänzlich veränderten Parteienlandschaft durch die AfD müssen wir uns freuen, dass wir in Hannover mit regieren und in Berlin weiter regieren können.“

Ankum: Polizeireform und „gefühlte Sicherheit“

Ankum I Bersenbrücker Kreisblatt vom 16. November 2017

Der Bund tut erstaunlich viel, um Polizeiarbeit und Sicherheitslage zu verbessern. Das wirkt sich aber nur bedingt auf Polizeipraxis und „gefühlte Sicherheit“ aus, wie ein Diskussionsabend der Konrad Adenauer Stiftung in Ankum zeigte.

Geplant war dieses „Osnabrücker Landgespräch“ eigentlich als kontroverser Beitrag zum Landtagswahlkampf, sagte Stiftungsvertreter Stefan Gehrold zu Begrüßung. Brisant bleibt er auch nach dem vorverlegten Wahltag. Zwar fühlten sich die Zuhörer mehrheitlich sicher im Altkreis Bersenbrück, wie der CDU-Landtagsabgeordnete Christian Calderone per Abfrage ermittelte. Von ihm kamen auch wunderbar provokante Fragen, die die Diskussion befeuerten. Etwa die, ob eher der traditionelle Schutzmann auf dem Rundgang „ums Eck“ gebraucht würde, oder der Experte, der Internetverbrechen aufdeckt oder Terroristen aufspürt, bevor sie Schaden anrichten.

„Wir brauchen eine intelligente Mischung“, antwortete eine schlagfertige Ann Oldiges, als Bramscher Kommissariatsleierin die Praktikerin, aber mit Fachstudium und Lehrauftrag. Oldiges Kernthese: Auf die Polizei kommen immer mehr und kompliziertere Aufgaben zu, der Dienst ist rauer geworden. Trotzdem traut sich eine gut ausgebildete junge Polizistengeneration zu, die Aufgabe zu lösen. Sie braucht aber die Mittel dazu, vor allem das Personal.

Hier können Sie weiterlesen …

Neue Bahnübergänge in Quakenbrück: Bahn sagt Prüfung zu

Quakenbrück I Bersenbrücker Kreisblatt vom 08. November 2017

Seit Jahren fordert der Quakenbrücker Stadtrat weitere ebenerdige Bahnübergänge für Fußgänger und Radfahrer. Alt- und Neustadt, die durch die Bahnlinie Osnabrück–Oldenburg getrennt werden, würden außerdem besser miteinander verbunden. Nun kommt Bewegung in die Angelegenheit.

Wenn es um die Gestaltung des früheren und inzwischen abgeräumten Bahnbetriebsgeländes geht, sind sich die Ratsfraktionen einig: Für ein Zusammenwachsen von Alt- und Neustadt sind weitere ebenerdige oder „höhengleiche“ Bahnquerungen für Radler und Fußgänger unverzichtbar. Der bestehende Fußgängertunne ist vielen Einwohnern ein Dorn im Auge. Bauweise und Zustand stehen immer wieder in der Kritik.

Vorstöße, die Deutsche Bahn AG von weiteren Übergängen zu überzeugen, gab es von allen Seiten immer wieder: Im Januar dieses Jahres war es die CDU-Fraktion,zuletzt schaffte es das Thema auf Initiative der Grünen auf die Tagesordnung der jüngsten Sitzung des städtischen Bauausschusses. Ihre Forderung: Der Stadtrat solle die Verwaltung beauftragen, „konkrete Verhandlungen mit der Deutschen Bahn zu führen, um im Endergebnis bodengleiche Bahnübergänge für Fußgänger und Radfahrer im Sanierungsgebiet ‚Quakenbrücker Bahnflächen‘ durchzusetzen“.

Gleich vorweg: Der Antrag fiel bei der Abstimmung in der Ausschusssitzung durch. Nur Grünen-Fraktionschef Andreas Henemann stimmte dafür, es gab acht Neinstimmen und zwei Enthaltungen. Zuvor hatte Henemann den Antrag, der bereits in der September-Sitzung des Stadtrates kurz behandelt worden war, noch einmal begründet. Nach den Vorstellungen der Grünen soll der vorhandene „mit vielen Mängel behaftete und untaugliche Tunnel“ zurückgebaut werden und an gleicher Stelle ein ebenerdiger Bahnübergang entstehen. Südlich des Bahnhofs seien mindestens ein, besser zwei weitere bodengleiche Querungen für Radler und Fußgänger erforderlich. Es sei aus „städtebaulicher, gesamtplanerischer und sozialer Sicht dringend erforderlich“, Alt- und Neustadt miteinander zu verbinden. Ein Stadtratsbeschluss, so hoffte Henemann, könne diesem Vorhaben und den Verhandlungen mit der Bahn AG „den nötigen Nachdruck verleihen“. Das sei gar nicht nötig, hielt Paul Gärtner (SPD) dagegen. Und auch Christian Calderone (CDU) wies darauf hin, dass die Stadt in dieser Angelegenheit bereits einen Schritt nach vorne gemacht habe: „Wir reden nicht mehr über das ‚Ob‘, sondern schon über das ‚Wie‘.“

Inzwischen hat es zwischen Stadtverwaltung und Deutscher Bahn AG einen ersten Kontakt gegeben, wie aus der Sitzungsvorlage hervorgeht. Anfang Juni trafen sich Vertreter der Stadt und der DB Netz AG in Hannover, das Gespräch war auf Vermittlung des CDU-Landtagsabgeordneten Christian Calderone zustande gekommen. Darin hat die Stadt ihren Wunsch geäußert, „dass zur Verbindung der Stadtteile Altstadt und Neustadt ebenerdige Verbindungen über die Bahnstrecke geschaffen werden sollten“. Die DB Netz AG, so ist der Vorlage weiter zu entnehmen, habe eine Prüfung von Möglichkeiten zugesagt, „unter der Maßgabe, dass lediglich Bahnquerungen für Fußgänger und Radfahrer möglich sind“. Weiteres Ergebnis des Gesprächs: Die Stadt Quakenbrück soll mithilfe eines Fachingenieurbüros „qualifizierte Vorplanungen“ erstellen, die für einen späteren Genehmigungsantrag genutzt werden sollen. Diese Planungen sollten dann mit der Deutschen Bahn AG abgestimmt werden, um zu klären, ob und wie ein Genehmigungsverfahren eingeleitet werden kann.

Hier können Sie weiterlesen …